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GeschÀftstipp #1: Sei keine Business-Bratwurst

GeschÀftstipp #1: Sei keine Business-Bratwurst

Business-Tipp #1

Es mag klingen wie ein No-Brainer, aber offensichtlich ist es das nicht: sei keine Business-Bratwurst, wenn du GeschÀfte machen willst. Leute machen GeschÀfte mit Leuten, die sie mögen.

„Wenn die Leute dich mögen, werden sie mit dir GeschĂ€fte machen wollen. Und wenn sie es nicht tun, mĂŒssen Sie ein fast unĂŒberwindbares Hindernis ĂŒberwinden.“ Barbara Corcoran

Als Fotograf, egal ob Voll- oder Teilzeit, muss man sympathisch sein und es muss leicht sein, GeschÀfte mit dir zu machen. Yah, klingt selbstverstÀndlich, und wenn du ziemlich frisch und neu im GeschÀft bist, ist es auch sehr wahrscheinlich, dass du versuchst, dein GeschÀft aufzubauen, neue Kunden zu gewinnen usw.

Aaaber: wenn du schon eine Weile dabei bist, kann es gefĂ€hrlich werden. Je lĂ€nger du etwas tust, desto besser werden deine FĂ€higkeiten und dein Endprodukt, nĂ€mlich deine Fotos, werden ebenfalls besser. Und wenn das passiert, sagen dir immer mehr Leute, wie toll deine Fotos sind. Und obwohl das wirklich schön ist, mĂŒssen wir Fotografen alle unser Ego im Zaum halten und das tut leider nicht jeder.

Deine Bilder sind Kunstwerke, ja, aaaaber…

Ja, als Fotografen sind unsere Bilder Kunstwerke und es ist leicht, zu egoistischen Idioten zu werden, mit denen niemand gerne GeschĂ€fte macht, selbst wenn du  die coolsten und umwerfendsten Fotos der Welt machst. Aber wenn die Leute dich nicht mögen oder es nicht einfach ist, mit dir zusammenzuarbeiten, wird das echt ein Problem fĂŒr dein Business werden.

Du wirst wahrscheinlich immer noch Kunden haben, weil es immer Leute gibt, die sich damit abfinden, aber die meisten nicht. Wenn Du dich jemals mit Vertrieb und Marketing beschÀftigt hast, kennst du vielleicht diese Zitate:

„Menschen kaufen von Menschen, denen sie vertrauen, und sie vertrauen Menschen, die sie mögen.“ Garrison Wynn

„Menschen wollen mit Menschen GeschĂ€fte machen, die sie mögen.“ Barbara Corcoran

Ich habe einen Job bekommen, weil der Kunde, der mich eingestellt hat, vorher einen Fotografen hatte, der unhöflich, unfreundlich und frech zu den Bauherren und Leuten  vor Ort war. Wiederholt. Das war der Grund, warum sie nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten wollten und zu mir kamen. Was natĂŒrlich gut fĂŒr mich ist, aber gleichzeitig auch etwas unverstĂ€ndlich.

Business-Tipp: schick dein Ego in den Urlaub

Wir Fotografen mĂŒssen auf die BedĂŒrfnisse und WĂŒnsche des Kunden hören und wir mĂŒssen verstehen, was er will. Wir sind Menschen, wir sind nicht perfekt und wir machen Fehler. Überhaupt kein Problem. Aber sei bitte offen fĂŒr das, was der Kunde sagt, und sei nicht beleidigt, wenn er deine Arbeit kritisiert. Sieh es als Chance, zu wachsen, besser zu werden und besser auf die WĂŒnsche deiner Kunden einzugehen. Ja, ich weiß, es ist nicht immer einfach, das herauszufinden, besonders wenn sie nur sagen: „Ich möchte wirklich schöne Fotos“. Eeeehmmm.. okay. Und dann mögen sie den Winkel oder das Licht oder die Bearbeitung oder was auch immer nicht, aber mit der Zeit lernt man, ihnen zuzuhören und auch das zu verstehen, was sie nicht sagen.

Es ist sehr leicht, sich den Ruf zu verschaffen, schwierig in der Zusammenarbeit zu sein und das braucht echt niemand. Und wenn du dich in die Lage deines Kunden versetzt, möchtest du auch mit einem netten und unkomplizierten Fotografen zusammenarbeiten und vielleicht nach dem Shooting einen trinken gehen, anstatt froh zu sein, dass es endlich vorbei ist!

Business-Tipp: denke langfristig. Und wenn du einen Kunden hast, den du selbst ĂŒberhaupt nicht magst, und du weißt, dass die Zusammenarbeit anstrengend wird, dann nimm den Job einfach nicht an! Nicht jeder harmoniert mit jedem, das ist normal und okay so. Nochmals: Wir sind Menschen. Ich habe diesen Fehler zu Beginn meiner Karriere gemacht und einen Job bei jemandem angenommen, den ich von Anfang an nicht mochte und ich wusste, das wird schwierig, aber ich brauchte das Geld – glaub mir, dieses Geld macht echt keinen Spaß und ist den Aufwand nicht wert. Lass den Job sausen, auch wenn du  das Geld brauchst, und konzentriere dich auf deine Traumkunden. Die Energie, die wir ausstrahlen, ist die Energie, die wir zurĂŒckbekommen.

Vivien Renziehausen Photographer

Fehler machen gehört dazu

Nochmals: Es ist kein Ding, Fehler zu machen, aber jeder kluge GeschĂ€ftsinhaber versucht, daraus zu lernen und voranzukommen. Ja, wir sind KĂŒnstler, aber wir fĂŒhren auch ein GeschĂ€ft. Das heißt aber nicht, dass du dich von deinen Kunden wie Dreck behandeln lassen musst – natĂŒrlich nicht. Du hast deine Standards und an die musst du dich halten. Sympathisch und nett in der Zusammenarbeit zu sein bedeutet nicht, dass du dich herumschubsen lassen musst. Entschlossenheit zu zeigen, wenn es um deine Preise und Richtlinien geht, kann dir als Fotograf auch mehr Respekt verschaffen, aber bleibe freundlich dabei.

Eines Tages wirst du einen Punkt erreichen, an dem du dich in deinen FĂ€higkeiten als Fotograf wirklich sicher fĂŒhlst, und das ist mega gut! Aber stell dir immer eine Frage: hat es deinen Kunden gefallen, mit dir zu zusamenzuarbeiten?

Behalte das immer im Hinterkopf, vertraue bei Kunden und Jobs auf dein BauchgefĂŒhl, denke langfristig und vor allem: hab Spaß bei dem, was du tust!

Übrigens: kennst du schon meine 5 Geheimwaffen fĂŒr bessere Fotos?

Lass mich in den Kommentaren gern wissen, ob Du auch schon Geschichten ĂŒber andere Fotografen gehört hast, die sich daneben benommen haben, oder vielleicht warst sogar du selbst derjenige? LOL!

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